AKTUELLES >> 2. PFLEGESTÄRKUNGSGESETZ

Leistungen

Das zweite Pflegestärkungsgesetz

Aktuelles

 

20.06.2021

Palliative Care Kurs

Begleitung und Ver- sorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht heilbaren Erkrankung...

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08.04.2021

Zusammen sind wir stark!

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Corona“, haben sich fünf Akteure aus dem Raum Stolzenau...

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15.03.2021

Fünf Mitarbeiter- jubiläen

Wie doch die Zeit vergeht... In den letzten Monaten feierten wieder mehrere Mitarbeiter der SEKURA...

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01.10.2020

25-jähriges Firmenjubiläum der SEKURA

Die SEKURA Kranken- und Altenpflege GmbH begann ihre Tätigkeit vor 25 Jahren am 01.Oktober 1995 mit der...

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16.10.2019

SEKURA für betriebliches Gesundheits- management belohnt

Für die erfolgreiche Einführung gesundheits- förderlicher Strukturen und Maßnahmen im Rahmen eines...

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01.10.2019

20. Jubiläum einer treuen Mitarbeiterin aus der Häuslichen Pflege

Petra Schröder ist nun auch eine der Mitarbeiter/innen, die der SEKURA Kranken- und Altenpflege GmbH seit über 20...

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01.09.2019

Stolzenauer Gewerbeschau 2019

Die Gewerbeschau in Stolzenau war ein voller Erfolg! In diesem Jahr war die SEKURA GmbH mit einem Stand...

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10.07.2019

15 jähriges Mitarbeiter- jubiläum in der Betreuten Hauswirtschaft

Vor 15 Jahren begann Birgit Lüßen ihre Tätigkeit als Hauswirtschaftkraft in der Betreuten Hauswirtschaft der...

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03.06.2019

Ein Jahrzehnt bei der SEKURA GmbH

Seit nunmehr 10 Jahren ist Karin Diesner Mitarbeiterin der SEKURA Kranken- und Altenpflege GmbH...

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21.05.2019

Rente gut, alles gut!

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sich die SEKURA-Mitarbeiter von ihren langjährigen...

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01.05.2019

Zu Gast bei Freunden

Zur traditionellen Fahrradtour am 1. Mai konnte die Leeser SPD wieder viele begeisterte Radlerinnen und...

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24.04.2019

10 jähriges Mitarbeiter- jubiläum bei der SEKURA

Vor 10 Jahren begann Thuraja Mohamad Hasso ihre Tätigkeit als Hauswirtschaftshilfe in der Tagespflege der...

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05.03.2019

Karneval in der Tagespflege

„Je oller – je doller“: War mal wieder das Motto der Karnevalsfeier in der Tagespflege der SEKURA...

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05.01.2019

15 jähriges Mitarbeiter- jubiläum in der Verwaltung

Mit einem Blumenstrauß und herzlichen Glück- wünschen von der Belegschaft wurde Frau Kißel für ihre...

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Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff & neues Begutachtungsverfahren

 

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz soll noch in dieser Wahlperiode der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und mit kognitiven und psychischen Einschränkungen (insbesondere Demenzkranke) andererseits soll dadurch wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen werden mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz die Beiträge zur Pflegeversicherung um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben.

 

Bereits das erste Pflegestärkungsgesetz, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, sieht Leistungsverbesserungen vor, die auch schon umsetzen, was mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gewollt ist: eine bessere Berücksichtigung der individuellen Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen und einen Abbau von Unterschieden im Umgang mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

 

 

Fünf Pflegegrade, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden

 

Statt drei Pflegestufen soll es künftig fünf Pflegegrade geben, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit soll nicht mehr zwischen körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen unterschieden werden. Ausschlaggebend dafür, ob jemand pflegebedürftig ist, wird der Grad der Selbstständigkeit sein: Was kann jemand noch alleine und wo benötigt er oder sie Unterstützung? Davon profitieren alle Pflegebedürftigen - Demenzkranke und Menschen mit körperlichen Einschränkungen - gleichermaßen. Ausgehend von der Selbstständigkeit einer Person wird das Stadium der Einschränkung in fünf Grade eingestuft, von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zur schwersten Beeinträchtigung, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergeht (Pflegegrad 5).

 

Um den Grad der Selbstständigkeit einer Person zu messen, werden Aktivitäten in sechs  pflegerelevanten Bereichen untersucht. Das Verfahren berücksichtigt erstmals auch den besonderen Hilfe- und Betreuungsbedarf von Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen. Bei dem neuen Begutachtungsverfahren wird nicht wie bei der bisher geltenden Methode die Zeit gemessen, die zur Pflege der jeweiligen Person durch einen Familienangehörigen oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson benötigt wird, sondern es werden Punkte vergeben, die abbilden, wie weit die Selbstständigkeit einer Person eingeschränkt ist. Anhand der Ergebnisse der Prüfung werden die Pflegebedürftigen in einen der fünf Pflegegrade eingeordnet.

 

 

Schritte vor der Einführung

 

Vor der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs muss sicherstellt werden, dass sich das neue Begutachtungssystem in der Praxis bewährt und die Verbesserungen auch wirklich bei den Pflegebedürftigen ankommen. Das wird seit 2014 erprobt; erste Ergebnisse liegen bereits vor, weitere folgen bis März. Sie sollen als Basis für das zweite Pflegestärkungsgesetz dienen und fließen in die Gesetzesarbeit ein.

 

 

Ablauf der Erprobung

 

Die Erprobung wurde im Rahmen von zwei Modellprojekten durchgeführt, die durch den GKV-Spitzenverband koordiniert werden.

 

Mit der „Praktikabilitätsstudie zur Einführung des neuen Begutachtungsassessments (NBA) zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI“ sollten mögliche Probleme bei der Begutachtung frühzeitig aufgedeckt werden, damit gegebenenfalls notwendige Änderungen und Anpassungen bereits vor der Einführung des neuen Begriffs vorgenommen werden können. Diese Studie wurde vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes in Essen unter Beteiligung der Hochschule für Gesundheit in Bochum durchgeführt. Die Stichprobe im Projekt umfasste etwa 1.700 pflegebedürftige Menschen in ganz Deutschland, bei denen eine Begutachtung nach dem neuen und dem derzeit gültigen Verfahren durchgeführt wurde. Alle Medizinischen Dienste der Krankenkassen in Deutschland beteiligten sich an dem Projekt.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbands.

 

Parallel fand die „Evaluation des NBA - Erfassung von Versorgungsaufwendungen in stationären Einrichtungen“ statt. Mit ihr sollte eine solide und aktuelle empirische Grundlage geschaffen werden, um Hinweise für künftige Leistungshöhen je Pflegegrad in Abhängigkeit vom Pflegeaufwand zu ermitteln. Bei der von der Universität Bremen unter Beteiligung der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg durchgeführten Studie wurde in Zusammenarbeit mit den Medizinischen Diensten der Krankenkassen bundesweit in rund 40 Pflegeheimen bei knapp 1.600 Personen erfasst, welche Leistungen sie heute bekommen.

Mehr Informationen auch zu diesem Modellprojekt finden Sie auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbands.

 

Die Arbeit an den beiden Erprobungsstudien wurde durch ein Begleitgremium begleitet, dem Vertreter des BMG, des BMFSFJ, der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Staatssekretär Laumann, Vertreter des GKV-Spitzenverband und Akteure aus Wissenschaft, den Ländern, Leistungserbringerorganisationen, Betroffenenverbänden, dem Deutschen Pflegerat und der Pflegekassen angehören.

 

Die Studien wurden am 28. April 2015 dem Begleitgremium übergeben und werden nun vor ihrer Veröffentlichung geprüft.

 

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll noch in dieser Wahlperiode eingeführt werden.

 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

28.04.2015